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Untitled Lyrics
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L
laura
@laura
16 views755 words20h ago1 likes0 comments0 reposts0 shares
Ich bin achtundneunzig geboren, irgendwo zwischen Regen und Beton,
Ein Mädchen mit zu vielen Gedanken und zu wenig Schutz im Ton,
Man sagt, Zeit heilt Wunden – ich sag, Zeit macht nur leise,
Denn manche Narben reden nachts auf eigene Weise.
Ich war nicht laut, ich war nur still, wenn die Angst mich zerdrückte,
Hab gelernt zu lächeln, selbst wenn innen alles zerbricht,
Meine Kindheit war kein Spiel, sie war Training fürs Überleben,
Ich musste früh verstehen, dass Liebe und Schmerz zusammenkleben.
Ich bin in Wuppertal geboren, irgendwo zwischen Licht und Verlust,
Remscheid war mein Zuhause – aber Zuhause war oft nur Frust,
Spielplatz, Sand auf den Händen, Knie aufgeschlagen und stolz,
Doch abends kam die Angst wie ein Tier, das sich leise in mir verkroch.
Im Elternhaus war Gewalt Tagesordnung,
Wenn ein Kind geschlagen wird, sucht es Gründe im eigenen Puls,
Ich hab gelernt, mich klein zu machen, still zu sein, nicht zu weinen,
Weil Liebe nur kam, wenn ich funktionierte im Schweigen.
Ich wollte, dass jemand sieht, dass ich mehr bin als Angst in der Brust,
Doch Erwachsene können Kinder brechen – ohne dass man es bewusst macht,
Ich fühlte mich falsch in meinem eigenen Körper und Raum,
Als wär ich ein Gast in meinem Leben, in meinem eigenen Traum.
Zwischen Remscheid und Schatten hab ich mich selbst fast verloren,
Ein Mädchen, das Liebe suchte, aber leise in sich gefror,
Schotter unter meinen Füßen, doch ich wollte Himmel im Blick,
Ich bin gefallen – doch ich kam immer wieder zurück.
Mit dreizehn kam ich ins Heim, weil Schutz manchmal so aussieht,
Ein Zimmer ohne Wärme, aber wenigstens keine Faust, die dich schlägt,
Doch Heim ist kein Mutterherz, nur Regeln in weißen Wänden,
Man lernt dort zu funktionieren, nicht zu fühlen,
Mit sechzehn rausgeworfen, ich war zu laut und zu schwer,
Straßen wurden meine Adresse, mein Bett war Bahnhof oder mehr,
Ein Jahr hatte ich, Angst vor jedem Schritt in der Nacht,
Ich hab Menschen vertraut, die mir kurz Liebe verkauft haben als Macht.
Drogen waren Flucht – ich sag das ohne Stolz und ohne Lügen,
Nur Stille im Kopf für Minuten, wenn Gedanken mich zerdrückten,
Ich wollte nicht sterben, ich wollte nur kurz nichts fühlen,
Weil Schmerz manchmal schreit, wenn Erinnerungen in der Seele wühlen.
Ich habe viele Fehler gemacht, ich war wütend und leer,
Ich suchte Halt in falschen Armen und fand mich selbst nicht mehr,
Manchmal hasst man sich, weil man denkt, man hätte stärker sein müssen,
Obwohl man als Kind schon gelernt hat, dass Nähe und Angst sich küssen.
Zwischen Straße, Heim und Himmel hab ich Nächte überlebt,
Ich war jung und wollte Liebe – doch hab oft nur Schmerz gesehen,
Schotter unter meinen Träumen, aber Blumen wachsen daraus,
Auch wenn niemand sie sieht – ich baue mir langsam mein Haus.
hab meinen Vater angezeigt, weil Schweigen mich fast zerbrach,
Ich wollte nicht mehr leben als jemand, der nur Angst in sich hat,
Zwei Jahre Bewährung – kein Sieg, kein Triumph,
Manchmal heilt Recht nicht die Seele,
Therapie war schwerer als Straße, weil Wahrheit dort ohne Maske kommt,
Du sitzt da und sagst Dinge, die du selbst kaum in Worte bekommst,
Ich lernte, dass ich nicht kaputt bin, nur verletzt und allein,
Dass Liebe möglich bleibt, auch wenn die Vergangenheit laut schreit.
Ich lernte Grenzen zu setzen,
Dass ich nicht verantwortlich bin für andere Menschen,
Ich lernte, dass Stärke nicht heißt, niemals mehr zu fallen,
Sondern aufzustehen, auch wenn die Angst wieder beginnt zu hallen.
Ich war das Mädchen, das nachts wach lag und sich wünschte, weg zu sein,
Nicht sterben wollen – nur raus aus diesem inneren Gefängnis,
Heute sag ich mir: Du musst nicht perfekt sein, um zu leben,
Du darfst langsam heilen und trotzdem nach Glück streben.
Ich bin kein Opfer, ich bin auch kein Held aus Schmerz gebaut,
Ich bin eine Frau, die weitergeht, obwohl die Vergangenheit schreit,
Ich hab Fehler gemacht, ich hab geliebt, ich hab mich oft verloren,
Aber ich hab auch gelernt, dass man neu beginnt, selbst wenn man verloren war. ich will Frieden in mir, nicht Krieg mit meinem eigenen Herz,
Will lachen ohne Angst.
Ich bin die Summe aus Kindheit, Straße, Therapie und Mut,
Und ich bin mehr als das, was meine Vergangenheit mir tut.
Wenn ich irgendwann gehe, dann ohne Angst in der Brust,
Sag dem Mädchen von damals: Du bist nicht Schuld an dem Verlust,
Zwischen Remscheid und Himmel bin ich langsam frei,
Ich bin nicht das, was war – ich bin das, was ich heute sein kann dabei.
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Comment in the appPublished March 7, 2026
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